Archiv für Januar 2009

clonventions

spreeblick.com/ hat die ersten großen Namen der re:publica ’09 annonciert. Mein Ticket habe ich ja schon. Nach dem durchweg positiven designcamp cologne jetzt also mal direkt gleich ein paar Nummern größer. Hier die offizielle Website der Veranstaltung. Ich bin echt gespannt.

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Da wird ein anderes Camp wohl leider auf der Strecke bleiben: Ich kann nicht ein paar Tage vorher auch noch zum barcamp ruhr 2. Schade eigentlich. Das hätte man terminlich besser legen können. Aber wer weiß, vielleicht mache ich es am Ende ja doch. Bin noch nie der große Planer gewesen.

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Ach ja, die Erwähnung scheint Bloggerpflicht zu sein: Heute war irgendwas mit Google.

nachtrag // 05.02.09
Gestern hat @CemB auch noch das MicroBlogging Conference ’09 Summercamp angekündigt. Und weil es in meiner Heimatstadt Köln stattfindet, werde ich wohl unbedingt dabeisein müssen. Ihr könnt Euch also auf demnächst noch ein Banner in der Sidebar gefasst machen.

it’s the movies

Anläßlich der gerade von mir entdeckten „Film“-Bilder von Justin Reed schreibe ich einfach mal ein bißchen zu meinen cineastischen Vorlieben.

David Fincher hatte vor einigen Jahren eine Hochphase, in der er alles richtig zu machen schien. Neben dem hier abgebildeten Fight Club gehört auch Sieben in diese Kategorie. Leider läßt er nun nach, Panic Room und Zodiac kommen jedenfalls nicht über ein „ganz nett“ hinaus. Ich bin also gespannt auf seine dritte Zusammenarbeit mit Brad Pitt: Der seltsame Fall des Benjamin Button.

Cineasteninitiation / Pulp Fiction hat mich damals echt umgehauen. Ich habe den Film Anfang der Neunziger als Teenager im Kino meines Heimatstädtchens geguckt und muß sagen, danach habe ich Filme mit anderen Augen gesehen. Kill Bill ist aber nicht so meins, dafür kenne ich einfach schon zuviele Eastern, bei denen Tarantino geklaut hat. Das Double-Feature Grindhouse finde ich da deutlich gelungener.

Daniel Day Lewis hat für There Will Be Blood zurecht den Oscar abgeräumt. Ich habe dem Film einige Academy Awards mehr gewünscht. Paul Thomas Anderson ist ein großartiger Regisseur, man denke nur an Boogie Nights und Magnolia.

Ich habe auch eine Vorliebe für den Italo-Western, aber das würde für einen Eintrag zu weit führen. Die zeitgenössischen Amis sollen erst einmal reichen. In der hier vorgestellten Reihe fehlt definitiv Darren Aronofsky, aber auch nur, weil Reed dazu kein Bild hat. Aber guckt Euch die oben verlinkte Website ruhig mal an.

in wellen

Twitter // Ich suche schon gar keine Entschuldigung oder Erklärung mehr. Also schon länger nicht mehr für’s Twittern, jetzt noch nicht einmal mehr für’s Bloggen über’s Twittern. (Zum Lehrgang „akzentfreies Apostrophieren“ bitte hier entlang.) Hier also der neuste Streich vom meistverfolgten Deutschtwitterer Sascha Lobo:

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Dazu der Artikel auf seinem erst jüngst gestarteten Eigenblog saschalobo.com/. Die Häme ist natürlich groß, wie man nur in den Kommentaren nachzulesen braucht. Einen spitzen Kommentar konnte auch ich mir nicht verkneifen. Aber auch wenn viele Reaktionen an den Spruch „Ich weiß, daß Werbung mich beeinflussen will.“ erinnern, der Wirkung der Aktion wird das wenig Abbruch tun. Was für toll aufgeklärt ironische Konsumenten wir doch sind!

Die Clevereren haben erkannt, daß die ganze Sache in erster Linie dem Urheber selbst nutzen wird. Nur fragt man sich, wo der Sinn für die Teilnehmer dabei ist, sollte es eine Institution werden. Am Ende folgt jeder jedem und Twitterdeutschland ist ein einziges Rauschen. Manche behaupten ja jetzt schon, die Geschwätzigkeit wäre das Hauptmerkmal des Microbloggingdienstes, nur unterbrochen von Newslawinen zu etwa #Mumbai oder der Notwasserung eines Flugzeugs auf dem Hudson River. Ich komme jetzt schon bei meinen 130 Verfolgten kaum nach, ohne die Arbeit zu vernachlässigen.

Und wenn gerade keine weltbewegenden Ereignisse zur Hand sind, dann treibt die Twittergemeinde (Religion, böse) ihre eigene Kuh durch’s Dorf – garantiert unheilig. Hier eine Auswahl:
#twittop10
#twitternwiebeimuttern
#tweatles
#movietwitter

Das alles ist kurzweilig und mal mehr, mal weniger unterhaltsam. Meistens aber interessanter als sueddeutsche.de/ von vorgestern. Für mich ist Twitter in erster Linie Spaß und Ablenkung, mitnichten eine Revolution. Aber wer weiß, wie das im später rückblickend beurteilt wird…

Von Gänsen und Füßchen

Twitter // mal wieder Aufhänger. Die technische Beschränkung auf 140 Zeichen fördert selbstschreibend so einige orthographische Ochsenbrüche zutage. Verheben und so. Da wird wild abgekürzt, das falsche Tempus benutzt, weil Imperfekt kürzer als Perfekt ist, Artikel weggelassen, etc.

falscher verbund

falscher verbund

Nun gut, man unterhält sich irgendwie über Twitter. Sollte es aber nicht mit einem Chat verwechseln (siehe Unfollow-Grund). Es gibt aber auch einen Vorteil: keine Gesten. Was viele für einen Nachteil halten. Ich für meinen Teil kann den meisten Grimassen und fuchtelnden Handbewegungen wenig abgewinnen. Die rein schriftliche Kommunikation ist sogar einer Verfeinerung des Ausdrucks (auch auf sprachlichem Gebiet, denke ich) förderlich, was in Zeiten des world wide web bei all den ganzen bunten Bildchen an Wichtigkeit nicht zu überschätzen ist.
Jedes beim Sprechen mit den Zeige- und Mittelfingern beider Hände in die Luft gehackte Gänsefüßchen ist es wert. Und ich hege die leise Hoffnung, irgendwann verstehen die Menschen Ironie auch in Schriftform – ohne den Zusatz eines dieser unsäglichen Satzzeichengesichter.

Von Anführungen und Zeichen

eins // An mehreren Stellen aufgetauchter Netznerver des Tages für mich ist nonsociety.com/, Subline: „live differently“ – selbstverständlich in beta. Selten so gelacht, angepasster geht es ja wohl kaum noch. Daß auf solchen Seiten auch noch positiv darüber berichtet wird, kann ich nachvollziehen. Daß für so etwas auf der DLD auch noch eine Bühne bereitgestellt wird… Lassen wir das, ist nur Burda.

zwei // Anlässlich der Userzahlenentwicklung zu studiVZ vs. Facebook, die momentan im Netz die Runde machen, verlinke ich einfach mal zu einem Eintrag von Don Dahlmann in seinem neualten Blog, den ich so unterschreiben kann. Aber viele andere haben bestimmt auch recht.
Hintergründe dazu liefert ein FAZblog.

„What are you listening to?“

Das ist die Frage, die blip.fm/ in Anlehnung an den mittlerweile Microbloggingklassiker twitter.com/ seinen Usern stellt. Die Website erfreut sich wachsender Beliebtheit, viele kennen sie schon und wenn Sie es noch nicht tun, probieren Sie es doch einfach mal aus. Es macht Spaß!

blipfmDie Kurzerklärung „140 Zeichen + 1 Lied“ soll hier reichen, erwähnenswerter scheint mir die Tatsache, daß sich in vielen Städten bereits Gruppen von Usern finden, denen der Musikaustausch via Internet nicht mehr reicht. Sie treffen sich in Kneipen, Bars und Cafés, um gemeinsam Musik zu hören und darüber zu reden.

„Where are you listening?“

Es gibt eine Website, über die man ein solches Treffen planen und kommunizieren kann: blipnbeer.com/. Zu den Treffpunkten rund um den Globus soll demnächst ein neuer hinzukommen.

cologne by eboy

cologne by eboy

Folgende Kölner sind bisher interessiert an der Idee.
@drikkes (ich)
@Marigold
@paperama
@little_eve
@knusperkind

Wer also noch Lust hat, sich uns anzuschließen, tut das ganz einfach hier in den Kommentaren kund oder replied einem/mehreren von uns auf blip.fm/. Wir haben noch keinen genauen Termin festgelegt, fassen derzeit ein Wochenende nach Karneval ins Auge. Auch Vorschläge zum Ablauf (Wird geblippt, Laptops, Kneipe mit WiFi, etc.) sind willkommen.

nachtrag // 05.02.09
Es gibt jetzt übrigens eine Gruppe bei Facebook zu dem Thema. Zeit und Ort mit mehreren Leuten und jeweils nur 140 Zeichen zu besprechen, ist doch ein wenig mühselig.

Was reimt sich auf VICE?

klau ich auch

klau ich auch

Ich lese die VICE ziemlich gerne. Für ein kostenloses Printmagazin sind die Inhalte ziemlich subversiv, ohne gleichzeitig antikapitalistisch zu sein. Eine feine Kombination, die man nicht zu häufig trifft. Deshalb nehme ich es auch immer mit, wenn es irgendwo in einem Laden ausliegt und blättere es zumindest durch, meistens lese ich es sogar ziemlich ausführlich.

Doch dann habe ich via Twitter von diesem Blogpost erfahren.
Zwar habe ich VICELAND per Twitter und Feedreader verfolgt, doch eher selten gelesen. Ich besitze allerdings einen Account bei VBS TV, also maile ich Ihnen schnell mal, was ich von oben genannter Aktion zu halten habe. Das ist mittlerweile etwa eine Woche her. Ich habe keine Antwort erhalten.

Erste Aktion: VICE auf Twitter entfollowt, haben das Ding sowieso nur als RSSbot genutzt. Mal schauen, was noch so geht. Daß die Magazinmacher sich nicht mit mir kleinem Licht auseinandersetzen, kann ich schon verstehen. Man kann sich nicht um alles kümmern. Aber das von ihnen überhaupt gar nichts zu dem Thema kommt, ist für mich ein relativ klares Schuldeingeständnis.

Hier das Cache der betreffenden Seite, bevor VICE sie gelöscht hat. Es wird zwar auf den Urheber verwiesen, aber gut gemacht ist anders.

#dcc09

Einiges zum designcamp cologne 09

Im ersten Block hielt kopfbunt (Twitter, Blog) eine Session zum Thema Etablierung als Designer. Es ging in erster Linie darum, Wege in die Freiberufung aufzuzeigen. Hier seine Slides dazu:

Gut und sympathisch gemacht. Die anschließende Diskussion war dann eigentlich gar keine, da fehlte ein wenig die Kontroverse. Interessant aber auch die Antworten des selbständigen Kai Müller zu seinem Blog stylespion.de/.

Vermerkt: die Party am Samstag war gut.

safe_imageSchade, daß am Sonntag weniger Leute da waren; zumindest für mich der Tag mit den spannenderen Themen. Sessions zu Aufmerksamkeit (von Steffen Bärenfänger, Geschäftsführer der die dcc09 sponsorenden Agentur (noch) NEONagenda), Neuromarketing (leider zu kritiklos gesehen, da wäre ich besser zur spreadshirt-session gegangen) und am Ende eine schwere Entscheidung: Einer der beiden Gründer von Törtchen Törtchen hat in einem tollen Vortrag über die Gestaltungsmöglichkeiten von Schokolade gesprochen. Da werde ich mir die Session zu make.tv wohl hier ansehen müssen.

Vom Samstag gibt es auch ein kurzes Video, in dem man mich sogar bei der Registrierung sieht.

u-bahn, überirdisch

Ich bin Pendler, ich fahre jeden Wochentag mit Straßen- und U-Bahn zur Arbeit und wieder nach Hause. Montag bis Freitag, 45 Minuten hin, eine Dreiviertelstunde zurück. Einstieg Ubierring, Umstieg Poststraße. Von der Südstadt über die Severinsbrücke nach und durch Deutz bis Mülheim. Ausstieg Von-Sparr-Straße.

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Viel Zeit zum Lesen. Manchmal Zeitung, meistens Buch. Aber immer öfter wird das iPhone während dieser Strecke gehabt: Morgens auf dem Hinweg werden die Tweets meiner Verfolgten gescannt, abends beim Gaming abgeschaltet oder sich mit Freunden auf ein Feierabendbier verabredet.

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Oder einfach nur aus dem Fenster geschaut. / Wiener Platz, Home of the Junkies. Aus der Kölner Innenstadt, von Hauptbahnhof und Dom vertrieben, haben sie hier auf der „schäl Sick“ ein neue Unheimat gefunden. Hier ist es allerdings eher trostlos, als daß es es bedrohlich kriminell zuginge. Da hat Köln andere Stadtteile.

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Ich fahre schwarz. In Köln geht das. Die KVB kontrolliert äußerst selten. Und wenn, dann zahle ich die 40,- € gerne; ist jedenfalls viel billiger, als sich ständig ein neues Monatsticket zu kaufen. Richtig genervt bin ich von dem Kleingeldzwang bei Einzelfahrten, seit das Pilotprojekt Handyticket wieder eingestellt worden ist.

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Die Agentur liegt in direkter Nachbarschaft zu JvM, Harald Schmidt und Stefan Raab zeichnen um die Ecken ihre Sendungen auf. In der Keupstraße hat man zur Mittagspause die größte Dönerauswahl der Stadt. Und mit E-Werk und Palladium sind zwei von Kölns Top-Konzertlocations in unmittelbarer Nähe.
Aber wohnen möchte ich hier nicht, also steige ich wieder in die Bahn.

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Photoserien geschossen mit der QuadCamera, einer App für das iPhone.

Was’n das für’n Typ?

Vor etwas mehr als zwei Wochen hat das sympathische Schweizer Blog pixelfreund.ch/ zur Aktion Selbstdeklaration aufgerufen und auch gleich die Kategorisierung einiger Bloggertypen in einer Art launigem Glossar dazugeliefert.

Nun hatte ich mich zwar in der einen oder anderen Kategorie wiedergefunden, mich aber in einem früheren Blogpost schon mit einem anderen Begriff bezeichnet. In Anlehnung an den Spiegel’schen Alpha-Blogger bzw. im Gegensatz zu ihm.

Hier also der Button, der sich ab heute zwischen den Widgets ‘Schlagworte’ und ‘Archiv’ in meiner Sidebar findet; einfach formschön und in einem Blauton, der sich gut ins restliche Bloglayout einpasst:

Nochmals vielen Dank, Ralph. Und auch Kixka für den Anstoß, überhaupt um eine eigene Kategorie zu bitten.

t-mob

„Life is sharing.“ menschelt die bewegliche Konzernabteilung T-mobile seit einiger Zeit. Mit der in diesem Video festgehaltenen Aktion im Bahnhof von Liverpool ist das Motto mal in die Tat umgesetzt worden.

Das Ganze hat etwas von einem professionellen Flash Mob: Auf einmal startet die Musik und vorher nach normalen Passanten aussehende Tänzer werden mit einem Mal zur choreographierten Gruppe, die sich zu einem bandbreiten Medley poppiger Melodien bewegt.
Zumindest im Video kann ich live vor Ort keine Auflösung erkennen, wer dahintersteckt. Die Aktion läßt sich zu Werbezwecken also nur medial zweitverwerten.

Das ist clever vom Magentariesen, wie ich finde. Wie viele eigentlich gelungene Marketingaktionen sind schon wegen zu penetrantem Branding – ich will nicht sagen – gescheitert oder haben zumindest einen schalen Nachgeschmack hinterlassen. Hier sage ich trotz der schlechten Bildqualität, haben die Zuschauer wirklich Spaß, haben teilweise sogar (nochteilweiserer begeistert) mitgemacht.
Das Problem ist dann natürlich die Drehgenehmigung nebst Persönlichkeitsrecht, könnte ich mir denken. Ich bin kein leidenschaftlicher Datenschützer und erst recht kein ausgebildeter Jurist. Doch sieht das Video nicht danach aus, als hätte T-mobile die echten Passanten um Erlaubnis gefragt, noch überhaupt darauf hingewiesen, daß sie zu kommerziellen Zwecken gefilmt werden. Viele wissen somit vielleicht gar nicht, daß der TelKo-Konzern mit Bildern von ihnen Werbung macht.

Masse statt Klasse

Aber das nur am Rande. Was mich wirklich interessiert, ist die Frage: Hätte die Aktion auch einen solchen „Erfolg“ gehabt, wenn die Musikauswahl, sagen wir, etwas avancierter gewesen wäre? Oder klappt das nur (noch), weil es eben massenkompatibler Mainstream ist, der da aus den Boxen wabert und die Bahnfahrer von den Sitzen reißt? In Zeiten sinkender Plattenverkäufe und dem stetig prophezeiten Ende des Fernsehzeitalters ist das doch eine Überlegung wert.

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Dieses Blog wird nur noch als Archiv genutzt. Die neue Adresse lautet http://drikkes.com, sonst hat sich wenig geändert. Bitte in Blogrolls, RSS-Readern u. ä. aktualisieren. Danke!

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