Archiv für Februar 2009

Die Seitenschubser sind da

Es ist soweit. Ich habe ja schon darüber geschrieben, jetzt ist aus dem vieldiskutierten Hörbuchgeständnis von @puppiges über eine namenssuchende Gruppierung eine eigene Website namens seitenschubser.de/ geworden.

oben rechts: Thomas Pynchon, Gegen den Tag

oben rechts: Thomas Pynchon, Gegen den Tag

Bei den Seitenschubsern wird man von nun an „Beiträge von Tim und der Blogpuppe rund um Bücher, eBooks, Büchergadgets und mehr“ lesen können. Und wie man in den Kommentaren des Auftaktartikels nachlesen kann, überlege auch ich, mich inhaltlich an der Seite zu beteiligen. Voraussichtlicher Arbeitstitel der Kolumne: Hals & Hörbuch – HaHö!

unten links: Philip Roth, Empörung

unten links: Philip Roth, Empörung

Ein ganz praktisches Lob geht dafür an Herrn Trotzdem. Respekt! Und Glückwunsch zum 30. nachträglich.

Andere Blogstelle: Spendenaufruf

Vom Rechtsstreit zwischen Jens Weinreich und Theo Zwanziger bzw. dem DFB hat wahrscheinlich schon jeder gehört. Bisher hat der Sport- und Onlinejournalist des Jahres gebeten, „von Spenden und anderen Mitleidsbekundungen abzusehen“, doch nun wird ihm speziell das finanzielle Risiko zu heikel. Äußerst verständlich, wie man hier nachlesen kann. Respekt für seine bisherige Standfestigkeit und seinen Mut, es mit einer solchen Institution aufzunehmen. Das verdient Unterstützung.

Ich glotz’ TV.

Diesen Beitrag wollte ich schon lange schreiben. Das Dossier der dieswöchigen ZEIT nehme ich zum Anlaß, es endlich auch zu tun. Dort kann man eine ernüchternde Einschätzung zur Situation der Öffentlich-Rechten Fernsehsender lesen. Reiht sich prima ein in die Todsagungen dieses Mediums, die man täglich – vorzugsweise im Internet – beschlechtachten kann. Dieser Text hier wird leider keine wirkliche Gegenposition dazu einnehmen.

Fernsehen heißt: sich unterhalten LASSEN

Logenplatz

Logenplatz

Fernsehen ist toll. Und damit meine ich nicht den lustigen DVD-Abend mit Freunden, das Schauen der kompletten Staffel einer gerade gehypten neuen US-Serie, nicht das Public Viewing eines Fußballspiels. Um mir die Bundesliga anzuschauen, gehe ich tatsächlich gerne in die Kneipe, ob mit Freunden oder ohne. Mir geht es um das alleine (Single) oder zu zweit (Pärchen) auf der Couch rumgammeln und sich dabei vom aktuellen Fersehprogramm berieseln lassen.
Man schaut sich natürlich nicht jeden Mist an, aber manchmal muß es einfach reichen, durch diese etwas über 30 Sender zu zappen und sich dann für eine Sendung zu entscheiden, weil man auch mal zu faul ist, die Fernsehzeitung überhaupt aufzuschlagen. Weil man zwar ein ganzes Regal voll DVDs hat, aber allein die Entscheidung für eine davon schon zuviel ist.

Fernsehen heißt: darüber REDEN

Empfangsgerät

Empfangsgerät

Selten ist das Programm selbst richtig gut. Man guckt es oft aus einem anderen Grund – damit man am nächsten Tag etwas zu reden hat, an der Kaffeemaschine im Büro bei der Zigarettenpause oder für einen kurzen Smalltalk in der Bahn.
Die Synchronizität des Gesehenen macht es möglich. So blöd das klingt, beim Fernsehen ist man nie allein. Da kann noch soviel pseudoelitär über die Quote gelästert werden. Und gerade deshalb ist auch das Abschieben qualitativ hochwertiger Sendungen in Spartenkanäle wie 3sat oder arte ein Problem, nicht nur für mich.

If you watch a movie backwards…
(via @Ehrensenf)

Karneval Kurtz

Es ist kurz nach Mitternacht und somit Aschermittwoch. Mein erster Karneval als Kölner. Ich habe es überlebt. Mehr habe ich auch gar nicht verlangt, ich habe gewußt, daß es schlimm wird. Gehabe.

Fehlte eigentlich nur noch ein solcher Prediger am Straßenrand auf einer Holzkiste stehend und die an ihm vorüberziehenden Massen verdammend, wie ihn Malte Welding in einer Dachkammer auf YouTube entdeckt hat.

Im Herzen der Finsternis

Man hat das ja schon das ein oder andere Mal im Fernseher gesehen. Man ist vielleicht auch schon einmal für eine kurze Stippvisite hiergewesen, um sich das live anzuschauen. Freakfeldstudien oder so. Man findet Karneval doof, aber in Wirklichkeit ist alles viel schlimmer. Die Wirklichkeit ist schlimmer.
Ich habe keine Expeditionen gewagt. Ein paar Fahrten mit der Bahn, ein unvermeidlicher Gang zum Kiosk haben vollkommen ausgereicht, mir das Ausmaß der Apokalypse mit Pappnase vor Augen zu führen.

Im Endeffekt bin ich doch froh über die zwei Tage (Mo. + Di.) von der Agentur verordnetem Zwangsurlaub, über den ich mich vorher ein wenig aufgeregt habe. Aber der Altweiberweg zum und vom Arbeitsplatz haben mich dann doch auf den Vorgeschmack dieses verlängerten Wochenendes gebracht.
Habe mich also zuhause verbarrikadiert und auch wenn ich das vorgesehene Pensum (die komplette 1. Staffel LOST, Roth’ neuer Roman Empörung) nicht ganz geschafft habe, so sind mir die vier Tage UnrAuszeit doch wohl bekommen. Jetzt flugs verschlafen und morgen in eine verKURTZte Arbeitswoche starten.

„Das Grauen!“

Hier doch noch eine Superverkleidung: Vergils ‘Aneis’ im Gewand eines Facebook-Threads.
Großartig!

10 gebote 2.0

bild-41

Und so lauten die neuen 10 Gebote laut @Jahwe im Wortlaut:

2.1
Ich bin dein HERR, der dich aus Web 1.0 geführt hat. Du sollst keine anderen Printgötter neben mir haben.

2.2
Du sollst den Avatar des HERRN nicht mißbrauchen oder seine persönlichen Daten vorratsspeichern.

2.3
Du sollst am Sabbat die Schöpfung des HERRN mit 5 Sternen raten.

2.4
Du sollst deine A-Eltern ehren und gedenken, dass du ein B-Kind bist. Respektiere ihr Urheberrecht.

2.5
Du sollst nicht flamen.

2.6
Du sollst deine Ehefrau nicht entfollowen.

2.7
Du sollst nicht raubkopieren und copy&pasten.

2.8
Du sollst nicht faken.

2.9
Du sollst nicht deine Frau unter Creative Commons lizenzieren.

2.10
Du sollst begehren deines Nächsten Gadgets.

Ich habe mir blasphemischerweise erlaubt, die Punktuation in den einzelnen Geboten einander anzugleichen. Bei der Zählweise (2.10?) bin ich mir nicht so sicher, hoffe aber, dem Zorn Gottes entgehen zu können, auch wenn ich noch eine ketzerische Frage habe: „Hat Jahwe im letzten Gebot etwa ein ‘nicht’ vergessen?“
(Dieser Post ist eine Art Update zu dem hier.)

eine Umfrage zum #Theme

Das ist meine erste in dieses Blog integrierte Umfrage. Ich weiß, Schönheit ist anders. Das habe ich bisher beim Gesamtauftritt des Blogs genauso gesehen. Praktikabilität geht bisher stets vor Schönheit. Leider habe ich keine Links für Nicht-Wordpresser gefunden und bin zu faul, andere Blogs mit den folgenden drei Themes rauszusuchen.

Ich bin kein Designer und erst recht kein Programmierer. Das Theme muß also relativ clean bleiben, weil ich die Widgets in der Sidebar vom Look her nicht ändern kann. Es sieht zwar sehr häßlich aus, aber ich liebe den FriendFeed am Blogrand, der muß unbedingt ins neue Layout reinpassen. Anderes wie den Button „follow me on twitter“ kann man ja anpassen, da gibt es im Netz ja vielfältige Angebote. Aber man weiß ja nie, was nach aktuell re:publica ’09 und dem barcamp ruhr 2 kommt. Also offen bleiben.

Vor allem will ich Seitenreiter. Nur in der Sidebar Der Hinweis auf Darüber, Darunter ist mir zu wenig. Und was ich mit der Blogroll anstelle, weiß ich auch noch nicht, aber so kann das nicht bleiben. Und an einer Seite mit Arbeitsproben (Mappe) feile ich auch noch herum.

Das Leben ist eine Blogstelle

Einen richtigen Favoriten habe ich nicht, obwohl K2-Lite die geringste Umstellung zum jetzigen Theme wäre. Blix muß erst noch genau auf die Farbänderungsmöglichkeiten gecheckt werden, ansonsten ist hier die Spaltenbreite und das Verhältnis von beiden zueinander perfekt, alles sehr übersichtlich, der fehlende Untertitel wäre verschmerzbar. Vigilance macht auch einen guten Eindruck auf mich, braucht allerdings ein starkes Bild im Header. Hätte dann natürlich auch einen hohen Wiedererkennungswert.

Teil 2

Keinen eigenen Eintrag mehr wert: das nächste Flowchart, Thema Porno.

Jünger, Unernst

Ich bin nicht religiös, würde mich sogar eher als Atheist, denn als Agnostiker bezeichnen. Ganz ironisch ist das Bild unten dennoch nicht zu verstehen. Auch wenn ich nicht an Gott glaube, habe ich doch weite Teile der Bibel gelesen. Religion ist halt ein wesentlicher Bestandteil der Kultur, viele Kunstwerke lassen sich gar nicht richtig bzw. vollständig verstehen, wenn man den religiösen Bezug nicht kennt.
Und Jesus täte gut daran zu twittern, statt die christliche Botschaft über Medien (d. i. die Kirche+) zu verkünden. Ich will hier ja nicht wieder mit Obamas Online-Wahlkampf und dem Schimpfen der Print- und TV-Journalisten auf das Internet anfangen, aber die Parallelen sind da.

followchrist

Ich habe auch so gut wie nie eine eCard verschickt. Jetzt verschicke ich kaum noch eMails, also erst recht keine eCards mehr. Ich kommuniziere während der Arbeit über Skype und mit Freunden über das sogenannte Web 2.0 (Twitter, Facebook, Brightkite, aka-aki). Da versendet man höchstens Links. Oder postet es – wie hier und jetzt – direkt in seinem Blog.

Die NYTimes hat das verstanden, die FAZ schreibt immerhin schon drüber.

vid/meo

Während man beim Guardian einen relativ langweiligen TV-Spot bestaunen kann, für den Bob Dylan seinen Song „Blowin’ in the Wind“ hergegeben hat, ist er auf der Videoplattform Nr. 1 im Web „nur noch ohne Musik (zu sehen), weil der Audio-Track, nicht von WMG autorisiert“ worden ist. (via off-the-record.de/).
Find’ ich gut.

Apropos Youtube: Schon erstaunlich, wie toll der – zurecht! – umjubelte Auftritt der Pet Shop Boys bei der gestrigen Verleihung der Brit Awards in 10min/00sek gepasst hat. Aber schaut selbst:

Reminder: Wer besitzt YouTube? Richtig. Google Translate übertreibt es mit der Corporate Identity aber dann doch ein wenig.

Das Beste zum Schluß

Okay, aus der Tagesschau. Passt aber nicht wirklich zum Thema dieses Blogeintrags. Endlich mal eine gute Pleite: NPD.

buntgemischtes

Nicht nur im Job gilt: Sleep is for Sissies. Was tut man nicht alles, um die Arbeit nicht zu verlieren.

Meinungsforschung ist auch nicht mehr das, was sie zu sein vorgegeben hat. Dafür habe ich meine gute Tat für heute schon erledigt. Trotzdem hier noch eine Warnung.

Aber egal: Wir werden sowieso alle sterben! Als Trost noch zweimal DE:BUG, die Bibel als a) Social Network und b) Graphik.

linkER stuff

Damit wir es schnell hinter uns haben: Die FAZ hat etwas über twitternde Promis geschrieben. Natürlich wie immer ohne jeglichen Link, wie @DonDahlmann sofort richtig erkannt hat.

Über die QuadCam für das iPhone habe ich ja schon berichtet. Jetzt gibt es ein Programm, welches aus den Viererschnappschüssen unkompliziert und bequem ein animiertes .gif bastelt. Tolle Sache! Kommt mit der richtigen Serie bestimmt auch mal hier im Blog zum Einsatz.

PLYDRK

PLYDRK

Zwar ohnehin schon vor einigen Tagen bei thefwa.com/ erwähnt worden, muß ich aber trotzdem nochmal auf yourplayground.org/ hinweisen, obwohl der eigentliche Wettbewerb bereits vorbei ist. Es macht – besonders Kindern – einfach Spaß, eigene Spielplätze zu designen. Really cute site!

de:bug

Hier noch ein paar interessante Artikel aus dem Magazin für elektronische Lebensaspekte:
- Gadgetmania, ausgelöst durch die neue Irrelevanz des Contents
- Niedergang der klassischen Werbung
- ‘AdSense’ / Googles Rivalen
- neue Webwerbestrategiestandards
- Hinweis zu diesem Film

The Eames’ “A Communications Primer” from FI$H 2000 on Vimeo.

allerleirauh

Gerade in der Papierausgabe der W&V über stream5.tv/ gelesen; vielleicht bringt das in Deutschland ja das Internetfernsehen ein wenig voran. Nur ein Hinweis, hat mit dem eigentlichen Thema dieses Blogeintrags wenig zu tun.

Rumpelnde Überleitung: der Fernsehsender arte hat mal eine Doku über Hugo Chávez ausgestrahlt (und ich bin zu dämlich, sie hier einzubinden, deshalb hier der Link).

The Revolution Will Not Be Televised

Angestoßen durch einen zugegebenermaßen einseitigen Kommentar von Lutz Herden auf der neuen Website des Freitags hat Sascha Lobo auf seinem Blog zum Rundumschlag gegen sämtliche Netzjounaillen ausgeholt, die gerne das linke Sprachrohr wären. In seinen Augen fallen sie alle durch, ob nun Spiegel, TAZ oder wer sonst.

bild-12Selbst wenn man dem zustimmt (und allzuweit bin ich von seiner Position gar nicht entfernt), dann ist die harsche Kritik am Aufhänger trotzdem überzogen, wie ich finde. Klar, er läßt die Schattenseiten der Regierung Chávez außen vor. Doch es ist ja auch ein Kommentar und kein um Ausgewogenheit und Objektivität bemühter Artikel. Als wohlmeinender Leser gehe ich davon aus, daß Herden eher das zögerliche Verhalten der Regierung Merkel angesichts der Krise kritisiert und weniger an einer Verherrlichung der venezuelanischen Zustände interessiert ist. Nach dem Motto: Da wird zumindest irgendetwas anderes versucht, statt einfach den Status quo aufrechterhalten zu wollen. Einen zweiten Blogbeitrag habe ich auf meinem Freitagsblog allerdings auch noch nicht gepostet. Ebenso seit Tagen nicht mehr kommentiert, aber die Löschung meines dortigen Profils verlange ich jetzt auch nicht.

The Internet Revolution Did Not Take Place

Man muß sich die Entwicklung von freitag.de/ noch ein wenig länger anschauen, um nicht vorschnell zu urteilen. Und fast will es mir scheinen, als daß Lobo mit seiner Sehnsucht nach einem linken Leitmedium im Netz genau in die Falle getappt ist, vor der er selbst ständig warnt. In den unendlichen Weiten des Internets mit all seiner Zersplitterung wird es eine solche Sammelstelle auf Dauer nicht mehr geben. Nur noch kurzfristige Zusammenschlüsse für konkrete Einzelfälle, die dafür durchaus mit nie gekannter Schlagkraft.
Alles andere ist ein Märchen.

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