Archiv für Mai 2009

techen dry

Peter Glaser macht sich warnende Gedanken über Slow Tech. Ich, der ich mit RSS einfach nie etwas anfangen konnte, weil ein Großteil der Seiten immer irgendwie ungelesen geblieben ist, ich denke, er hängt die Twittermanie ein wenig hoch.
Ausgemalt natürlich, aber der digitale Generationskonflikt trifft es so ziemlich.

Sehe ich das richtig, daß Scientology bei Wikipedia so ziemlich verschissen hat?

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Eine Auseinandersetzung mit Twitter und Copyright. Also meine Tweets dürfen ruhig zitiert werden, ohne mir Tantiemen oder ähnliches zu bezahlen. Wenn aus einem meiner ‘bis zu zu 140 Zeichen’ allerdings die Idee für einen Weltbestseller hervorgeht, dann bitte ich wenigstens um Namensnennung auf dem Buchumschlag. Und einen Cameo bei dessen kassenschlagender Verfilmung.

Ich hatte das früher nur als Hörspielkassette. Auf Anempfehlung von @knusperkind nochmal in Karius und Baktus reingeschaut. Die Ähnlichkeit ist doch verblüffend: rote Haare, gelbes Shirt und grüne Hose, dazu mit Hans Clarin dieselbe Synchronstimme – das ist jawohl sehr seltsam pumucklstyle.

Und wo ich schon in Erinnerungen schwalle: Am Ende noch ein lustiges Quiz.

stuff it )expander(

Ich hatte in einem meiner letzten Posts bereits auf diesen unsäglichen Antiintellektuelleninternetartikel in der Zeit – und was ich von ihm halte – hingewiesen. Jetzt ist wenigstens auf zeit.de/ eine intelligente Replik dazu erschienen. Ich bezweifle allerdings, daß diese auch den Weg in die nächste Printausgabe finden wird, lasse mich morgen aber gerne eines Besseren belehren.

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Alle haben es mitbekommen, der Vollständigkeit sei es in diesem Zusammenhang aber hier noch einmal erwähnt: wie taz.de/ berichtet, hat die New York Times eine spezielle „Social Media“-Redakteurin ernannt.

Noch ein Hinweis auf Netztext: Auf solokarpfen.de/ erscheinen bestimmte Artikel. Lesen.

stärkar / rugrats

Mal nicht zum Thema Zensur / Stefan Niggemeier beschreibt, wie sehr sich die Weltbilder von Fernsehmachern (hier: RTL) und Kinderschützern unterscheiden. Mit welcher Naivität letztere an solche Sachen herangehen, läßt einen fast an deren bösen Absichten zweifeln.
Und wie Medienleute halt so drauf sind.

Dann doch der Dauerbrenner: spiegel.de/ stellt mal ein paar gute Fragen und Ministerin von der Laien klingt gleich genervt, weil sie wohlmöglich Zugeständnisse an die Petitionsbefürworter machen muß.
Die haben nämlich schon wieder ein gutes Argument mehr auf ihrer Seite – handfest.

Das hindert Kulturstaatsminister Bernd Neumann nicht daran, die geforderten, aber noch nicht einmal für Kinderpornographie gültigen Bestimmungen auf andere Bereiche ausweiten zu wollen. Hier seine anläßlich der CDU-Media-Night (sick!) gehaltenen Rede zum Thema Urheberrecht im Netz im Wort laut.

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Transatlantic Hearts Motel

faz.net/ zum Selbstverständnis der Internetzensurgegner
heise.de/ über Jugendschutz und politische Zensur
techcrunch.com/ über Twitter und TV

@Nilzenburger for #esc10!

Aus weis(s) mach schwarz(en Humor)

Neues Genre entdeckt: Ausweiswitze. (Ein Zusammenhang zwischen diesen beiden Schwarzspäßen ist kein Zufall, sondern von Ihnen, werte Leserschaft, selbst hineinkonstruiert. Den mentalen Fingerabdruck schenke ich mir jetzt aber.)

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Dabei ist der deutsche Pass gerade gar nicht so beliebt.

Q

Wie hier gerüchtet, hat Zensursula jetzt eine namhafte PR-Agentur beauftragt, Schadensbegrenzung zu betreiben. Dabei ist das Bundesfamilienministerium sonst da doch ganz gut aufgestellt Die guten Nachrichten zum Gestzesvorhaben häufen sich indes.

Ach, die VG Wort. War ja klar, daß die „-wert-“ nichts anderes als Geld meinen. Dabei weiß im Prinzip sogar faz.net/ wie der Nachrichtenhase heute läuft.

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Kuh for you – via @miss_geschiggd.

Nicht nur auf zeit.de/, auch in der Printausgabe hört die in letzter Zeit nicht mehr ganz so ehrwürdige Wochenzeitung nicht auf, gegen das Internet zu hetzen. So muß man es leider nennen.
Auf freitag.de/ hat sich natürlich prompt jemand gefunden, der diese Frage zur Diskussion gestellt hat. Da konnte ich meine Klappe nicht halten und mußte dagegen-.
Besonders ärgerlich, weil in der Zeit ja auch gute Artikel stehen. Aber bei diesem einen Thema sind sie ja nicht die einzigen, die danebenliegen.

Angelegenheiten besiegelt

unbedenklichkeitssiegel

Die geliebte Bundesregierung

Distelmeyer? So mit y?

Vorgestern um neun Uhr also kurzentschlossen doch zum Konzert in den Tsunami Club, weil wir uns mit dem Abendessen nicht überfressen haben und der Laden ja nur zehn Minuten zu Fuß entfernt ist. Für angenehme elf Euro eingetreten, es ist nicht viel los gewesen, vielleicht zwölf zahlende Zuschauer und die Vorband hat noch nicht einmal angefangen. Hätte sie (Er France) sich auch sparen können, zumindest die Chanteuse. Aber zum Glück haben Lacrosse das souverän rausgerissen. Haben mich von Musik und Auftritt her sehr an Architecture In Helsinki erinnert. Und wenn eine Band sich trotz schmalem Publikum ordentlich ins Zeug legt, dann hat sie bei mir schonmal einen Stein im Blog. Dreizehn Punkte.

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Ein bißchen schießt manager-magazin.de/ schon übers Ziel hinaus, aber eigentlich trifft der Artikel es ziemlich genau, was es für ein Unternehmen bedeutet, Digital Natives nicht nur als Kunden, sondern auch als Angestellte zu haben.

Linkszeug:
Sehr schöne flickr-Guppe.
Danish 70s Interior Design Porno Style.
Nur noch 18 Tage Spoonfork 27.
Habe gestern wohl eine andere Sendung gesehen.
Diskuunfälle en miniature.

1918, roh und für immer

Jajaja, ganz großer Coup von DJ Danger Mouse, das neue Album als CD-Rohling rauszugeben. Man kauft sozusagen nur das Artwork, immerhin u. a. Photos vom von mir hochgeschätzten David Lynch, den Rest, die eigentliche Musik, kann man sich ja problemlos aus dem Netz besorgen. Diese Meldung ist vor ein paar Tagen durch den digitalen Blätterwald galoppiert (ich hab’s zuerst hier aufgeschnappt) und ich muß sagen, mir hat das als PR-Gag mehr als imponiert; daß da vorher noch niemand drauf gekommen ist.
Die Begeisterung hielt dann aber nur genau so lange, bis ich mir das komplette Album angehört hatte. Wer sich selbst überzeugen will, bitteschön.

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The FBI disses Myspace.
Burger King or McDonald’s oder das wasweißichwieofte Paradoxindiz, daß schlechte Werbung besser funktioniert.
Auf heise.de/ wird der Start eines neuen Online-Projekts von Christopf Schlingensief vermeldet, das sich um seine Krebserkrankung dreht.

How they did it

Seit einiger Zeit ist der aufwenige Spot zur Einführung von Philips’ Cinemascope-Fernseher im Netz zu bestaunen. Beeindruckend. Noch besser kommt er auf der Homepage des Herstellers.

Jetzt kann man sich im Making Of anschauen, wie das Ding gedreht worden ist. Und ich wundere mich, wie viel die Amsterdamer Tribal DDB und Regisseur Adam Berg letztlich real gedreht haben. Ich habe mit deutlich mehr Effekten gerechnet. Gute Arbeit.

(via werbeblogger.de/)

suchTmaschine

Liebe Drogenhilfe Köln,
so nicht. Ich finde es ziemlich albern, wie Sie Realität und Virtualität gegeneinander aus(zu)spielen (versuchen). Das ist so Web 1.0 wie es nur geht. Dafür mache ich mir noch nicht einmal die Mühe, Studien und Artikel rauszusuchen, deren Tenor es ist, im Grunde die Überwindung dieser Spaltung zu postulieren. Also meine virtuellen Friends, Kontakte or whatever sind dieselben, mit denen ich nach der Arbeit auch mal ein reales Bier trinken gehe. Und damit bin ich nicht allein.

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Noch ein paar Anmerkungen:
Für die ebenfalls schon websüchtigen Eltern haben Sie ja praktischerweise die Internetadresse gleich auf das Plakat gedruckt, aber für sowas Altmodisches wie eine Telephonnummer oder Postanschrift ist da natürlich kein Platz mehr gewesen. Vielleicht hätten Sie direkt in Onlinebanner oder besser noch Pop-ups investieren sollen, statt in Plakatwerbefläche.
Obwohl dann die total witzige Idee mit dem Browserfenster als Rahmenlayout nicht mehr ganz so total witzig wäre. Warum haben Sie überhaupt Firefox genommen und nicht z.B. den Internet Explorer? Mit Microsoft, die in Köln eine Geschäftsstelle haben, wollten Sie sich dann doch nicht anlegen, was?
Letzte Frage, dann soll es auch gut sein: Auf Ihrer Website nennen Sie zwei Ansprechpartner. Warum ist einer davon einzig für den Stadtteil Mülheim zuständig und die andere für nicht nur das ganze restliche Köln, sondern auch noch den gesamten Rhein-Erft-Kreis dazu?

Auf bild.de findet sich übrigens passenderweise ein auch in der heutigen Ausgabe der BamS stehender Artikel zum Thema Süchte. Im dortigen Interview mit Volker Pontzen, „Psychologischer Psychotherapeut“ (?), findet sich ein schöner Verschreiber.

Warum werden immer mehr Medien abhängig?

Da ham wa den Kabelsalat!

Mir ist schon klar, daß zwanzig Stunden am Tag World of Warcraft spielende Teenager alles andere als wünschenswert sind. Aber solche Aktionen dienen wunderbar dazu, die Angst des Ottonormalbürgers vor dem Internet zu schüren. Ich will hier gar nicht erst ernsthaft über etwa Engagement im Netz schreiben wie Malte Welding es auf netzeitung.de/ tut. Nur soviel: Ich halte es nicht für eine weitere Substanz wie Alkohol, Marihuana oder auch Glücksspiel, die in Maßen genossen durchaus etwas für sich haben. Ich sage einfach nur, man würde dann vielleicht sowas verpassen. Aber was erzähle ich das Ihnen, nach Ihren Begriffen bin ich ja schon längst süchtig. Voll drauf.

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