Tja, Hein.

Durch einen Post bei maedchenmannschaft.net/ auf zwei andere interessante Artikel aufmerksam geworden. Ich sollte sowieso viel öfter flannelapparel.blogspot.com/ lesen.
Treffend auch der Abgesang auf die längst verblasste Festivalromantik im missy-magazine.de/.

Das Z-Wort

Der Don hat die Kritik mal wieder auf den Punkt gebracht, besser als ich das in einem meiner letzten Post vermocht habe. Das Problem ist halt, daß heutzutage nicht nur Politiker auf Inszenierung statt Inhalt setzen, sondern dieses Phänomen auch in anderen Bereichen um sich greift. Der ganze Starkult mit seiner Personenzentriertheit greift auch außerhalb des Mainstreams immer mehr um sich; siehe etwa den Hype um Beth Ditto. Solche Musiker tun dann ach so independent, kreieren aber lieber eine Modelinie als zu protestieren.
Was auf der anderen Seite jetzt nicht davon ablenken soll, daß viele Blogger und selbsternannte Netzaktivisten glauben, es reiche für einen anständigen Protest, in der Öffentlichkeit mit einem Zensursula-Shirt herumzulaufen. Ich habe ja auch nicht viel mehr getan, aber ich beschwere mich trotzdem. Klar hat @mathiasrichel mit seiner in einem Gastbeitrag auf www.malte-welding.com/ geäußerten Kritik recht, die Piraten wären letztlich nichts anderes als ein selbstreferenzieller, sich gegenseitig in ihrer Blase die Eier schaukelnden Webautisten ohne Sinn und Verstand für den Rest der Gesellschaft. Die Proteste mit Außenwirkung sind wirklich alles andere als kreativ: Mahnwachen mit Transparenten und Kerzen – ganz weit vorne ist anders.

Bild 2

Ebenfalls nahezu unavantgardistische Restlinks
Wenig Neues: Journalisten sind abhängig von Anerkennung.
Es wird eben innen wie außen mit zweierlei Maß gemessen.
Der Petitionsausschuß des Bundestages tröstet die Zensursula-UnterzeichnerInnen.
heise.de/ meldet die offenbar angeborene Gier nach Geld nebst der Ankündigung diesbezüglicher Gentests (für Führungskräfte).
In Abgrenzung zu Google: The Great Wall of Facebook on wired.com.
Interone hat ein Blog.
Matadero Madrid, art space.
Die Kollegen Darwin und Foucault.

1 Antwort zu „Tja, Hein.“



  1. 1 Mothers Trackback zu Juni 24, 2009 um 14:55

Eine Antwort schreiben




Archive

I’m on

Ich schreibe auch auf

RSS anderWWWeitig kommentiert

  • Was Modeblogs versprechen… Oktober 27, 2009
    Okay, die Bilder sind früher verfügbar und neben Print- sitzen jetzt auch Online-Journalisten bei den Modeschauen. Das allein reicht wohl noch nicht einmal für eine „kleine“ Revolution in der Modewelt. Gerade der Teil, warum die erfolgreichsten Modeblogger zumeist auch die handzahmsten ist, hätte näher beleuchtet werden sollen. Wie gut laufen die […]
  • Ach Deutschland Oktober 22, 2009
    Okay, das typisch deutsche Gejammere: geschenkt. Daran lässt sich wohl sowieso nichts ändern, damit gilt es umzugehen, fertigzuwerden. Man muß es als nationale Prämisse wohl einfach hinnehmen, auch wenn man im globalen Netz agiert. Und da bringt es auch nicht viel, auf die Verlogenheit des gewählten Kritikstandpunktes hinzuweisen. Der Spagat, oft von ein und […]
  • Warnungen auf Modezeitschriften September 23, 2009
    Als Disney-Hasser fände ich es lustig, wenn in den Pixar-Filmen von der ersten bis zur letzten Minute “Daueranimationssendung” am oberen linken Bildrand stehen müßte. Ich bin uneingeschränkt für diesen Regelungsvorschlag. (kommentiert bei maedchenmannschaft.net/)
Logo
Hendrik Spree's Facebook Profile
Creative Commons License
Add to Technorati Favorites
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de