Archiv für Juli 2009

gegabt

Banksy hat mal wieder zwar ein Inter-, aber bestimmt kein -view gegeben.
Southern Comfort hat sein komplettes Mediabudget in die Digitalität gegeben, der Rest geht leer aus.
Jemandem wird von niemand Geringerem als Rankin himself eine Chance gegeben.
Ich habe mir mal wieder einen Kummer gegeben.
Zum Abschuß freigegeben.

Bild 5

Pornosammlung
Schon vor etwas längerer Zeit hat die medienelite.de/ auch etwas gegeben, und zwar zu Protokoll.
Dieser Artikel auf sueddeutsche.de/ ist noch ein wenig älter.
Und diese Photos (NSFW) von Barbara Nitke beweisen, daß es damals schon ein alter Hut gewesen ist.
Auf freitag.de/ berichtet Tobias Müller über die Nachtrezeption eines Amsterdamer Hostels.
Und hier gibt es zur Abwechslung mal was auf die Ohren.
Endlich eine im wahrsten Sinne des Words schlüpfrige Werbung.

Themen laden

Ich und und Technik? Nein, eher nicht. Obwohl: Elektro. Habe ich mir am Samstag auf dem Open Source Festival angeschaut, aber drüber schreiben tue nicht ich, sondern intro.de/. In Düsseldorf. Auf der Rennbahn – da fahre ich am Sonntag zum Preis der Diana wohl wieder hin.

Oft gehört, fast genauso oft gelesen. Aber man kann sich ja nicht oft genug auf die eigene Schulter klopfen. Wenn man sich denn ständig selbstgewissern muß, ob man denn dazu(ge)hören will. Oder andersrum.

Ich komme in letzter Zeit überhaupt selten zum Schreiben. Keine Ahnung, wieso. (An dem zusätzlich noch aufgemachten posterous-Account wird es wohl kaum liegen.) Meine Haare sind auch zu lang, aber gehe ich deshalb gleich zum Friseur? Nein. Mein Gürtel ist auch ein Stück weit zu rosig, obwohl überhaupt keine Blumen drangeschnallt sind. Verstehste?

Oder einfach: Blindtext – The Movie

Bambification

Nachdem ich den Titel dieses Posts in die Suchmaschine eingegeben habe, kommt neben 354 Treffern und dem Vorschlag „Meinten Sie: Babyfication“ am Ende jeder Ergebnisseite auch folgender Hinweis:

Bild 1

Klickt man dann auf den angegebenen Link, dann erscheint im Look einer eMail nach dem üblichen Brimborium (Sent By, Re: etc.) folgender Text:

A URL that otherwise would have appeared in response to your search, was not displayed because that URL was reported as illegal by a German
regulatory body.
Ihre Suche h?tte in den Suchergebnissen einen Treffer generiert, den
wir Ihnen nicht anzeigen, da uns von einer zust?ndigen Stelle in
Deutschland mitgeteilt wurde, dass die entsprechende URL unrechtm??ig
ist.

Ist mir dieser Form auch neu gewesen. Danach folgt allerdings wiederum ein Link, mit dem sich nebeneinander die Suchen von google.de/ und google.com/ direkt miteinander vergleichen lassen. Die ersten Treffer sind noch gleich, dann weichen die länderspezifischen Ergebnisse voneinander ab und es läßt sich nicht erkennen, welche die von Deutschland aus unerreichbare Website nun ist. Man kann dort jeden anderen Suchbegriff eingeben und Ergebnisse derart vergleichen, aber welche deutsche Regulierungsbehörde („German regulatory body“) dahintersteckt, das habe ich nicht herausbekommen können. Ich habe sowas auch noch nicht gesehen, Hinweise bitte in den Kommentaren.

Verlass die Stadt // Ob als Tattoo, Definition (Douglas Coupland), als Theaterstück oder in Form der neuesten Werbepeinlichkeit von Stella McCartney – alle lieben Bambi. Und obwohl ich Disney-Filmen im Allgemeinen überhaupt nichts abgewinnen kann, bin ich mit von der Party.

Mit dem Rest der Evolution ist das ja so eine Sache. Zeiten ändern sich.
Niedlichkeit nich_

The people interested in Naturkunde

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Als ich diese beiden Bilder sah, mußte ich natürlich sofort an die großARTige Photosammlung des fröhlichen Schnitzels denken. Die gehe ich mir mal wieder anschauen, habe nämlich keine Lust auf eine Diskussion zum Thema Schnutinger.

yougottafacethehirsch

Restlinks
Blogbeiträge gesucht.
Twitter und Copyright.
Transparency is the new objectivity.
Andrian Kreye hat jetzt ein Blog.

an Stellen

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Natürlich funktioniert diese Plakatwerbung für Amnesty International nur von einem bestimmten Blickwinkel so gut, wie sie hier photographiert worden ist. (Weitere Beispiele aus der Kampagne hinter diesem Klick.) Doch Werbung, die ihre eigene Platzierung thematisiert, mit ihrer Verortung spielt und im besten Fall sogar in Interaktion mit ihren Betrachtern tritt, ist mir immer schon ein Stück weit sympathischer gewesen als das brachiale Zupflastern ganzer Städte mit ein und demselben Motiv in tausendfacher Wiederholung. Erst recht, wenn es so gut und individuell gemacht ist wie die beiden Beispiele unten; die Kampagne bewirbt den auf Krimis spezialisierten Pay-TV-Sender Jimmy.

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Noch ein abschließender Werbelink.

zwischen allen Netzen

Dem spiegel.de/ ist dann auch mal aufgefallen, daß jemand anderem aufgefallen ist, daß Internetdienst nicht gleich Internetdienst ist und es Unterschiede sowohl zwischen den als auch zwischen deren gibt. Respekt, hätte ich mir auch mit etwas Denkschmalz selbst zusammenreimen können. Aber ein „Klassenkampf“ in der Headline und der Klickhase läuft. (Hier Selbstbeschimpfung einfügen, warum ich denn auf den dämlichen Artikel verlinke.)
Nochmal spiegel.de/ – ebenfalls zwei Tage alt, aber dafür ein bißchen interessanter. Einzuordnen in die Kategorie: Ich halte mich mal aus dem Vodafone‘schen Debatierdschungel um Zensursula, Datentarife und Authentizität 2.0 heraus, trage dafür aber trotzdem zum Metadiskurs bei. Und meine Meinung zu dem ganzen Thema läßt sich auch so ausrechnen.

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Ein seltener Gastbeitrag auf stylespion.de/ – Kai hat Nicolas Arnold zu Wort kommen lassen und das Ergebnis ist äußerst lesenswert. (Okay, die dort beschriebene Phase habe ich seit vier Jahren hinter mir. Und daß ich erst vor ein paar Monaten mit dem Bloggen angefangen und deshalb auch neben dem Internet ein Richtiges Leben habe, finde ich ungeheuer erwachsen. Und nur manchmal langweilig.)

Neu am Start: Design Magazin.

VRSTCK

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Das gute alte, konsonantenlose Versteck gibt es ja als Club mit eigenständiger Lokation am Hoeschpark schon länger nicht mehr. Schade, aber daß heißt nicht, es würde in Dortmund nichts Gutes mehr gespielt. Das VRSTCK veranstaltet immer noch in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen Parties in Fremdräumen und kooperiert mit Dritten. Und damit man vor diesen Aktivitäten nicht die Augen verschließt, twittert und bloggt es. Finde ich charmant, auch wenn ich schon ein paar Jahre nicht mehr im östlichen Ruhrgebiet wohne. Die Parties auf der ehemaligen Kegelbahn sind meistens mehr als gut gewesen. Und man sieht sich wahrscheinlich zum Urlaubsauftakt auf ein Revival bei Juicy Beats am 01. August – die Veranstaltung geht dieses Jahr mittlerweile auch schon in die vierzehnte Runde.


Die Bilder in der obigen Galerie habe ich samt und sonders bei sabino gefunden. Bezweifle allerdings stark, daß er sie selbst macht.

Referenz, Reminiszenz. In Gegensatz zu:
Matthias Schamp: schlechte Verstecke

Wegsehen funktioniert

Interaktion demonstrieren, indem man wegschaut. Eine nette Idee, wie ich finde. „Sinnvoller Einsatz von Technik“ ist sicherlich etwas zu hoch gegriffen, aber die Mechanik dahinter gefällt mir, weil sich die volle Plakatwirkung erst sozusagen dem Betrachter zweiter Ordnung eröffnet.

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Noch ein Link zum Thema Zusammenspiel der besonderen Art: Der Clip zur neuen Single der Cold War Kids (via @Spex). Ob der Song allerdings stark genug ist, um sich dieser Videospielerei lange auszusetzen, muß wohl jedeR selbst entscheiden.

Nein, nicht Vodafone

Über die immerhin mutige Pressekonferenz und das in ihr Vorgestellte werden sich anderweitig die Finger wundgeschrieben, erscheinen kluge Artikel und Diskussionen, wird geträumt. Von mir nur das dazu: Der Titel ‘Fake’ des folgenden Spots passt auch auf die aufgesetzte, halbherzige neue Kampagne des roten Telco-Riesen. Dieser Film für die originär englische Bank Barclays (Wiki) thematisiert die allgegenwärtige Finanzkrise auf entwaffnend offene Weise. Gute Arbeit.

(via BrandNewWelt)

TV als Netzteil

Es fing bei mir hiermit an: Auf nomnomnom.de/ wurde letztes Jahr 24 Stunden am Stück, zweimal rund um die Uhr ferngesehen und ein wenig zeitversetzt darüber gebloggt. Es gab stundenweise Gastautoren in Form befreundeter Blogger und für die Besucher stand neben der üblichen Kommentarfunktion ein Chat zur Verfügung. Das war alles sehr lustig und so bedauerte ich sehr, daß auf der irgendwann im dortigen Verlaufe geborenen Idee, die nächste OSCARnacht doch auf dieselbe Weise miteinander zu verbringen, leider nichts wurde.

Das regelmäßige Liveblogging des (nicht nur ansonsten) grundsympathischen @Nilzenburgers haut mich da schon weniger vom Hocker. Warum? Mit einer (selbst von mir) als unglorreich zu bezeichnenden Ausnahme kann ich diesem Trash-TV nichts abgewinnen. Und auch die amüsantesten Kommentare zum von Harald Schmidt scheinbar unzurecht so benamten „Unterschichtenfernsehen“ können die abstoßende Dumpfheit der Programme solcher Machart (zumindest meiner Meinung nach) unmöglich aufwiegen.

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Aber selbst irgendein Spiegel-Redakteur muß sich sowas heutzutage angucken, nur um es danach erwartungsgemäß zu verreißen. Selbst ironisch ergebrochen scheint der ganze Zirkusrummel ja noch in Onlinekreisen irgendeine nicht nur mir unerklärliche Relevanz zu besitzen. Wie das andersrum ausschaut, läßt sich beispielhaft daran ablesen, auf welch unartige Weise der Fernsehsender ZDF mit einer Webumfrage uNgeht. Soviel zum gesamtgesellschaftlichen Leitmedium.

Nun also Twitter: Ein Artikel im opak-magazin.de/ beschreibt die Situation ziemlich treffend. Ich halte mich da ziemlich raus (wieder eine Ausnahme: diesmal Fußball), schalte auch den Tatort nur äußerst unregelmäßig ein. Vielleicht bricht ja demnächst doch die Zeit an, in der ich Werbekunden ungeniert vorgeschlagen kann, obengenannte TV-Formate nicht mit „ABC präsentiert Ihnen XYZ“ oder „gleich geht’s weiter mit XYZ und ABC“ zu sponsorn, sondern diese Sendungen stattdessen etwa mit „statt diesem Müll ABC sollten Sie lieber XYZ“ zu umblocken. Zumindest der ach so distanzierte und scheinbar gar nicht so geringe Zuschaueranteil wird es zu schmunzelschätzen wissen. Und trotzdem weiter auf der Couch hocken bleiben.

(…so wie ich vor’m Rechner.) / Unterm Strich
Weil das Thema auch schon einmal in einem vorigen Blogpost aufgetaucht ist, Hinweis auf einen Artikel in der mediaclinique. Selbst Adrian Kreye darf auf sueddeutsche.de/ so einen offensichtlich effekthascherischen Schwachsinn anprangern.

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