Archiv für November 2009

verpflockt

Hinterher, also hinken. Die anderen. Ich bin nur ein unverbesserliches Kind, daß weder den Schirrmacher auf spiegel.de/ gelesen hat, noch dieses scheinbar darauf (bzw. das Buch, also Payback, das ich nochnoch viel weniger lesen werde) antwortende Interview mit Peter Kruse auf sueddeutsche.de/. Doch weil man am Ende ja doch meint, dochdochdoch, genau meint, zu allem eine Meinung zu haben, habe ich die Fakten also mal grobdreist übersprungen, um mich zweidrei Tage später wenn es niemanden mehr interessiert mit etwas Abundanstand und aus Faulheit noch einem Wochenende später der Angelegenheit noch doch zu widmen.

Und was ist dabei herausgekommen? Daß mir Schirrmachers Rückzahlung nicht liegen wird, ist wohl keine Meldung wert, aber solange spiegel.de/ selbst so einen Widerspruch hinbekommt, während das in der Blogosphäre stellvertretend so aussieht, solange ist „long way to go“ eine herbe Übertreibung. Tribe, genau. Stammeszugehörigkeit, Abgrenzungswasauchimmer. Was für ein Zauber entfaltet da eigentlich seine Wirkung, wenn man dreimal „Totholz“ in den Webwald gerufen hat?

Lasst uns andererseits über Solidarität reden, große Verwirrung, Macht. Und auch, wenn man SpOn sicherlich nicht für den letzten Weisheitsschluß hält, Bezahlinhalte sind es noch viel weniger. Don Alphonso ist – zumindest in seiner hausrechtseigenen Blogbar – nicht gerade für seine spitze Feder bekannt; ohne seine holzhammerhaften Rundumschläge wäre es ihm auch kaum möglich, immer wieder den Nagel auf den Kopf zu treffen. Who cares?

Da kann der zoomer-Wickert mal die Klappe halten, dafür gibt es woanders einen besseren Platz. Wo „locations“ doch der missing link between social networks and the real world sind. Ich jedenfalls würde gerne da (als Tipp für die Berliner) hin.

Alteisen

Karte für die re:publica ’10

gekauft

Coming to a Autobahnbrücke near you

Bald ist ja Weihnachten und da erinnert man sich gerne an die Geschenkeklassiker. Es muß ja nicht immer hochtechnischer Firlefanz sein, der nach spätestens drei Tagen kaputtgeht.

Klotz von Blammo 1

Ja, die einfachen Dinge des Lebens. Komplikationen machen eben selten Spaß. Doch nun habe ich gerade erst gesehen, daß es einen zweiten Teil von BLAMMO’s Klotz gibt, sozusagen eine Weiterentwicklung dieses Spielzeugs mit dem dazugehörigen Werbespot.

Klotz von Blammo 2

Alternativ: holy shit shopping.

blubaju, wa

Hier sind ja im ersten Absatz alle Links vorhanden, da muß ich die nicht mehr mühsam zusammenklauben. Danke dafür! Und René hat dazu sogar schon eine Antwort getwittert, die ich so unterschreiben kann. Wer weiß, vielleicht lege ich demnächst sogar eine Kategorie namens „Der schnöde Text“ an.

Cheap trick: Sex sells. Porn pays.

Soda Pop

Was immer Du tust, mach es aus Überzeugung, dann kommt das nötige Engagement von selbst. Das Video unten über den Soda Pop Stop und seinen Besitzer John Nese ist jede Sekunde der fast dreizehn Minuten wert. Nicht, weil der Zuschauer Durst bekommen soll, sondern um zu verstehen, was Leidenschaft für eine Sache bedeuten kann.

Ich frage mich schon länger, wie Fanta diese Flasche hat verändern können. Man darf den Wiedererkennungswert nicht unterschätzen, nicht alles muß mit der Zeit gehen. Mehr zum Logovergleich beim werbeblogger.de/. Vorher noch ein bißchen Musik.

Weiter im Takt: Eine Liste der Top50 Alben des Jahrzehnts, auf welcher die Namen Wolfmother und Hot Chip fehlen, kann ich leider nicht ernst nehmen, lieber NME. Auch, wenn ihr versucht habt, durch eine US-Band an der Spitze so etwas wie Glaubwürdigkeit oder Objektivität vorzugaukeln.

mind the

Clay Shirky mit gewohnt eloquenter Provokanz (oder umgekehrt) über die Analogie von Prohibition und Copyright. Man wird kaum oder nur mit sehr großen Anstrengungen gegen das allgemeine Nutzerverhalten ankommen. Das Verhältnis von Link und Content wird sich kaum wieder umkehren lassen; weil es das Wesen des Netzes ist. Trotzdem nett, sich die Situation mal andersrum vorzustellen.

ideia

Was ich definitiv nicht brauche: Listencharts.
Und lasst die Werbefinger von Weihnachten. #proGAP

Bildchen

Irgendwann während des Ausprobierens verschiedenster Twitter-Apps für das iPhone verlor ich den Faden. Je nach Moble Client benutzte ich neben twitpic eben yfrog oder was sonst so an Diensten voreingestellt war. Und es war mir nicht besonders wichtig, handelte es sich doch bloß um Schnappschüße, die alles andere als für die Ewigkeit waren. Mittlerweile bei Tweetie 2 angekommen, hat mir gestern erst dieser Tweet vor Augen geführt, daß es mindestens genauso oft eines neuen Angebots bedarf, um sich einer existierenden Nachfrage gewahr zu werden.

allall

Seitdem benutze ich also gdzl.la/ als Image Hoster, um meine Bilder nicht irgendwo verschwinden zu lassen, sondern per Tweet in einem eigens angelegten Album bei flickr einstellen zu können. So bleiben sie ohne Mehraufwand doch etwas mehr auf meinem (Bild)Schirm. Aber welchen Service man auch benutzt, auch ohne Rollfeld hat sich für das Tweeten mit Bildanhang wohl die Bezeichnung „twitpicen“ durchgesetzt – wie bei Pampers, Tempo, etc.
flickr4twitter schlägt in dieselbe Kerbe, aber ich habe es nicht ausprobiert; der Dienst befindet sich gerade erst am Anfang. Und ich wäre sofort bereit zu wechseln, wenn er neben Photos auch Videos unterstützte – dafür benutze ich nämlich (noch) twitvid. Oder sollten die statt auf meinem flickr-Account lieber in meinem YouTube-Channel landen?

Als Fan von location based social services findet man hier eine nette Übersicht. Ich muß leider zustimmen, daß sich mein bisheriger Favorit brightkite nach dem letzten Update nicht verbessert hat, sondern eher unbenutzbarer geworden ist. So steht bei mir derzeit auch gowalla höher im Kurs als foursquare. (Ja, die müssen alle klein geschrieben werden.) Wohl der Grund, warum ich bislang von Google Latitude die Finger gelassen habe; könnte sich aber jetzt ändern.

Fast ganz weltexklusiv:
Deichkind – Die Toco Die (In the Name of Bjoern) by spex

Who to fuck is Sylvia Browne?
Aber schlimmer geht.

Nicht Komisch Sans

Zur wohl meist verteufelten Schrift (nicht nur) im Internet gibt es natürlich auch ein passendes Diagramm. Es ist bestimmt nicht das einzige.

Bild 3

(via)

Dazu letztens auch eine sehr treffende Zeichnung von/auf/bei Ahoi Polloi. Wirklich gruselige Vorstellung, aber die Wirklichkeit sieht wohl eher so aus. Gruselig genug. (Meinen ziemlich alten Tweet zum Thema Comic Sans findet die Twittersuche übrigens nicht mehr.)

Disneid

disney

Nachdem ich dieses Bild bei der maedchenmannschaft.net/ gesehen habe, ist mir natürlich direkt die Disney’sche Haarlüge eingefallen. In den Kommentaren wird auf ein current_Video zum selben Thema hingewiesen. Und daß der Disney-Konzern in puncto Stereotypen nicht auf die Tradierung von Geschlechterbildern beschränkt ist, sondern sogar selbst gerne aus seinen überzuckersüßen NaschMachwerken recycelt, ist ja auch kein Geheimnis mehr. (Wo ich den letzten Link schon einmal verbraten habe, das will mir allerdings partoupet nicht mehr einfallen.)

disney-lied-about-hair

Ich hätte da was, Ladies, um mit solchen Ansichten aufzuräumen.


ACHTUNG!

Dieses Blog wird nur noch als Archiv genutzt. Die neue Adresse lautet http://drikkes.com, sonst hat sich wenig geändert. Bitte in Blogrolls, RSS-Readern u. ä. aktualisieren. Danke!

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