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Totwetter

“Lutsch me in the Ei.” / Habe ich ständig im Kopf, den ganzen Tag schon, statt “Look my in the eye.” Der Ohrwurm, aus dem die Liedzeile entstammt, ist der gar nicht mehr so neue Diplo-Remix von Treat Me Like Your Mother by The Dead Weather. Wahrscheinlich liegt es am neuen Video letzterer.
Die Umsetzungsvorgaben für das Zensursula-Gesetz sollen übrigens geheim bleiben. Mein Tipp: Klappt sowieso nicht.

Er wirft den Kopf zurück und spricht:
‘Wohin ich blicke, Lump und Wicht!’
Doch in den Spiegel blickt er nicht.

Mit diesen Zeilen von Theodor Storm weise ich mal auf die Politikerportraits der @schwadroneuse hin.
Und wenn ich sowas lese, dann weiß ich auch nicht, was ich davon halten soll. Da wird seitens der Blogger, Twitterer und vieler Social Media User gegen die etablierten Medien gewettert, aber natürlich nicht die Chance ausgelassen, Geld für ein veröffentlichtes Photo zu verlangen, daß man sowieso zur freien Betrachtung ins Netz gestellt hat. Natürlich verdienen Verlage dann mit diesen “geklauten” Bildern Geld, aber Hallo!: Das wollen die Plattformen, bei denen man solche Photos einstellt, doch auch. Die Geschichte läßt sich natürlich nicht direkt derart verallgemeinern, aber mir muß sie jetzt als Aufhänger dienen, die doppelmoralische Janusköpfigkeit weiter Teile der (deutschen?) Blogosphäre anzuprangern.
Das TV und der Blätterwald werden angepisst, wo es nur geht. Und das zurecht. Denn wie Burda auf Google schimpfen, sie wären Schmarotzer und würden Verlage enteignen, dann aber ein Portal wie finanzen100, einen Newsaggregato,r zu launchen, das ist an Dreistigkeit kaum noch zu überbieten. Aber sobald das Angebot für den Auftritt in einer Talkshow kommt oder sich die Möglichkeit bietet, seine Texte statt umsonst und digital auf einmal gegen Bezahlung und auf totem Holz zu veröffnetlichen, dann wird das alles vergessen und natürlich dankend angenommen. (Die schlechtere Bezahlung von Online-Journalisten im Vergleich zu ihren Printkollegen steht auf einem anderen Blatt.)
Ich bin jedenfalls beispielsweise tolerant genug, sogar dem eigentlich großartigen Thomas Kapielski seine etwas altmodischen Ansichten, geäußert in seinem Buch Mischwald, nachzusehen.

Das Internet zum Beispiel: Was hier bisweilen für eine dumpfe Wut und Mordgier neben schierem Querulantentum und ödester oder gruseligster Geilheit sich schadenfroh verdeckt austobt, ist subanimalste (vulgo humane) Niedertracht vermittelst Hochtechnik.

Clay Shirky auf elektrischer-reporter.de/. Der Mann hört sich immer so an, als wüßte er, wo es langgeht. Seine Thesen jedenfalls sind nicht verkehrt.
Noch eine Weltidee: woofer.

Bambification

Nachdem ich den Titel dieses Posts in die Suchmaschine eingegeben habe, kommt neben 354 Treffern und dem Vorschlag “Meinten Sie: Babyfication” am Ende jeder Ergebnisseite auch folgender Hinweis:

Bild 1

Klickt man dann auf den angegebenen Link, dann erscheint im Look einer eMail nach dem üblichen Brimborium (Sent By, Re: etc.) folgender Text:

A URL that otherwise would have appeared in response to your search, was not displayed because that URL was reported as illegal by a German
regulatory body.
Ihre Suche h?tte in den Suchergebnissen einen Treffer generiert, den
wir Ihnen nicht anzeigen, da uns von einer zust?ndigen Stelle in
Deutschland mitgeteilt wurde, dass die entsprechende URL unrechtm??ig
ist.

Ist mir dieser Form auch neu gewesen. Danach folgt allerdings wiederum ein Link, mit dem sich nebeneinander die Suchen von google.de/ und google.com/ direkt miteinander vergleichen lassen. Die ersten Treffer sind noch gleich, dann weichen die länderspezifischen Ergebnisse voneinander ab und es läßt sich nicht erkennen, welche die von Deutschland aus unerreichbare Website nun ist. Man kann dort jeden anderen Suchbegriff eingeben und Ergebnisse derart vergleichen, aber welche deutsche Regulierungsbehörde (“German regulatory body”) dahintersteckt, das habe ich nicht herausbekommen können. Ich habe sowas auch noch nicht gesehen, Hinweise bitte in den Kommentaren.

Verlass die Stadt // Ob als Tattoo, Definition (Douglas Coupland), als Theaterstück oder in Form der neuesten Werbepeinlichkeit von Stella McCartney – alle lieben Bambi. Und obwohl ich Disney-Filmen im Allgemeinen überhaupt nichts abgewinnen kann, bin ich mit von der Party.

Mit dem Rest der Evolution ist das ja so eine Sache. Zeiten ändern sich.
Niedlichkeit nich_

Extrablablablatt!

Abgestaubt ist anders // heise.de/ bringt ein längeres Interview mit dem “Literaturwissenschaftler Stephan Resch über den Einfluss von Drogen auf Werk und Leben von Schriftstellern”. Anlaß ist selbstredend ein von ihm verfasstes Buch namens Rauschblüten. Dabei nur die Klassiker der Selbsterfahrungsliteratur abzuhandeln, ist beileibe kein Kunststück. Aber da spricht wohl zu sehr der Germanistikstudent aus mir; das Interview liest sich flockig und sei hiermit für den Einstieg ins Thema anempfohlen. Am besten in Verbindung mit Das abenteuerliche Herz: Droge und Rausch – “Martin Wuttke holt (am Berliner Ensemble) Ernst Jünger aus der Glasvitrine.”

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Weiter am Text // Neben der weniger literarisch angelegten Twitkrit gibt es ja einige Bestrebungen, das Phänomen Twitter kuturell aufzuwerten, aber irgendwie entzieht es sich in seiner Angreifbarkeit doch stets diesen Versuchen. Der Twitterstrand ist mittlerweile wieder eingemottet. Der Großteil der 283 eingereichten Kurzgedichte zum Twitter-Lyrik-Wettbewerb ist von der Qualität her doch eher bescheiden gewesen. Und auch der neueste Artikel zum Thema Roman auf freitag.de/ macht die Sache nicht besser.
(Die Liste folgenswerter SchriftstellerInnen auf unser aller Lieblingsmicrobloggingdienst schenke ich mir an dieser Stelle.)

Zitat des Tages:

Sollen doch die Herrn Verleger ihre eigene Suchmaschine bauen.

Auf faz.net/ meldet sich Hubert Burda himself mit einem langen Artikel zum Thema zu Wort.
tagesspiegel.de/ liefert eine gar nicht mal so “kleine Einführung in die Ideologie des digitalen Freibeutertums” – lesenswert.
ksta.de/ berichtet – wenig überraschend – sehr positiv über ein Projekt, bei dem Schulen und der Kölner Stadtanzeiger zusammenarbeiten. So löblich das Ziel, Schüler zum Lesen (vor-)tagesaktueller Nachrichten zu bringen, auch ist: Für mich ein Fall von Print-Lobby, obwohl zisch (Zeitung In SCHule) interessanterweise von netcologne präsentiert wird.
diepresse.com/ zur Instrumenta- und damit Kommerzialisierung von Flashmobs.
Dieter Rams hält nicht viel vom Crowdsourcing.
Zum Schluß: ein “gelbes Warndreieck“.

schreiberei

Im Fahrwasser von Charlotte Roches Feuchtgebiete macht stern.de/ auf der Leipziger Buchmesse einen Trend zur Erotik aus. Überzeugend ist anders.

off-the-record.de/ empfiehlt arbeitslosen Journalisten, es mal mit dem Bloggen zu versuchen. Dort wird auch eine anstehende Weiterentwicklung von Googles Werbeaktivitäten gemeldet.

Toller Tipp vom @trottelbot: Den Videotext online lesen, zum Beispiel den von RTL. Kommt auf dem Rechner herrlich altmodisch, erinnert mich irgendwie an C64-Emulatoren.

Abteilung Boulevard

Typisch TITANIC

Typisch TITANIC

Über die Qualität des Scherzes eines bekannten deutschen Satiremagazins kann man diskutieren. Ich halte ihn jetzt nicht für besonders gelungen. Aber wie ich bereits vor einer Woche getwittert habe, bietet sich Köln derzeit ja für flache Witze besonders an.
Was allerdings nicht geht, daß ist die Art und Weise, in welcher der Kölner Express durch die Zuspitzung auf zwei Fragen seine Online-Umfrage formuliert (siehe untenstehenden Screenshot).

bild-13

Dafür hat Köln jetzt die ersten Ampelmädchen der Republik.

Bunz übers Netz und so

Ich wollte ja eigentlich nichts über die CeBit schreiben, aber dieser Vortrag von Mercedes Bunz auf dem Trendforum ist wirklich gut. Und behandelt u. a. den in einem vorigen Eintrag erwähnten Spiegelartikel “Falsche Freunde” sowie andere, auch wirtschaftliche Überlegungen zum Web 2.0.

Link: Mercedes Bunz - Masse war gestern

Ein Gral Buntes

Ein Artikel über die neue Website von Skittles, die ja schon in der Vergangenheit durch (nennen wir es) extravagante Werbespots aufgefallen sind.

Die huffingtonpost.com/ erklärt die Benutzung von Twitter nicht ganz wissenschaftlich.

Auf zeit.de/ zu lesen: Des Schäubles kleines Wörterbuch.

Und bild.de/ hat den neuen Veltins-Spot mit Rudi Assauer und Bruce Willis. Finde ich nicht so gelungen.

apropos Schalke

apropos Schalke

vid/meo

Während man beim Guardian einen relativ langweiligen TV-Spot bestaunen kann, für den Bob Dylan seinen Song “Blowin’ in the Wind” hergegeben hat, ist er auf der Videoplattform Nr. 1 im Web “nur noch ohne Musik (zu sehen), weil der Audio-Track, nicht von WMG autorisiert” worden ist. (via off-the-record.de/).
Find’ ich gut.

Apropos Youtube: Schon erstaunlich, wie toll der – zurecht! – umjubelte Auftritt der Pet Shop Boys bei der gestrigen Verleihung der Brit Awards in 10min/00sek gepasst hat. Aber schaut selbst:

Reminder: Wer besitzt YouTube? Richtig. Google Translate übertreibt es mit der Corporate Identity aber dann doch ein wenig.

Das Beste zum Schluß

Okay, aus der Tagesschau. Passt aber nicht wirklich zum Thema dieses Blogeintrags. Endlich mal eine gute Pleite: NPD.

abgekartete spielerei, teil zwei

Zu Google Latitude ist ja schon jede Menge geschrieben worden, da muß ich mich nicht auch noch einreihen. Vor allem, weil ich den Service nicht nutzen werde. Google hat schon genug Daten von mir, sie brauchen nicht auch noch meine Handynummer und meinen genauen Aufenthaltsort. Den ungenauen könnten sie auch sowieso schon wissen, denn ich benutze brightkite.com/.

C. E.

Photo: C. E.

Das wordpresseigene Platial ist mir auch zu umständlich, sowohl einzeln auf dem Handy als auch in Verbindung mit dem Blog. Da lasse ich vorerst auch die Finger von.

Da ist mir der unabhängige Anbieter bliin.com/ (Hinweis darauf von @mpeer) schon sympathischer, aber angemeldet habe ich mich da bisher auch nicht.

Schnitzeljagd im Cyberspace

In einem Beitrag über Location Based Games in der 3sat-Sendung Neues von letzter Woche bin ich über GPS Mission gestoßen. Hier wird ein wenig erklärt, worum es sich dabei handelt. Das Spiel selbst ist zwar noch nicht so ausgereift, aber das Prinzip, Computerspiele und die reale Welt miteinander zu verbinden, geht definitiv in die richtige Richtung. Nämlich nach oben.


ACHTUNG!

Dieses Blog wird nur noch als Archiv genutzt. Die neue Adresse lautet http://drikkes.com, sonst hat sich wenig geändert. Bitte in Blogrolls, RSS-Readern u. ä. aktualisieren. Danke!

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