Baby

So sehr ich in der Sache ja auch zustimme, aber wer sich politisch durch die Piratenpartei vertreten fühlt, der braucht sich nicht über einen Begriff wie „Jugendbewegung“ lustig zu machen, der kann froh sein, daß sein Ansinnen nicht von vornherein als Kinderkram abgetan worden ist. Und mir ist natürlich auch klar, daß es einer Partei nicht gut zu Gesicht steht, wenn sich deren Flügel in der Öffentlichkeit anfeinden, aber – wie der Onlinebeirat der SPD – nach intern verlorener Schlacht jetzt mit einer solchen Erklärung rauszurücken, ist wohl auch nicht das Rote vom Eigelb. Da hilft es auch wenig zu meinen, einige dieser Fürstreiter durch das Web 2.0 zumindest aus der Ferne gut genug zu kennen, um das Trara nicht als im Vor(stand)hinein bereits durchinszenierte Verprellungsvermeidungsinszenierung zu begreifen. Aber solange sich solche Menschen noch in Parteien engagieren, ist vielleicht nicht alles verloren.

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Die Petitionsinitiatorin Franziska Heine erklärt im Interview auf freitag.de/, was nach dem Zensurgesetzesbeschluß an Aktionen bis hin zu einer Verfassungsklage geplant ist. Warum das alles überhaupt der Aufregung wert ist, kann sehr gut hier und da nachgelesen werden. Und auch sueddeutsche.de/ ist der Widerstand im Netz einen kurzen Artikel wert.

Außer Atem // Stockungen, Sprachlosigkeiten: Das „Geht’s noch?!“ der Woche.

Nachtrag:
SpOn dokumentiert einen offenen Brief des hessischen Landesvorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel an seine eigene Parteispitze. Artikel auf spiegel.de/ und fr-online.de/ beschäftigen sich mit den SPD-internen Querangeleyen um die Internetsperren und auch auf pottblog.de/ geht es um dasselbe Thema.

3 Responses to “Baby”


  1. 1 drikkes Juni 18, 2009 um 13:25

    Und ja: Auch bei ernsten Themen müssen die albernen und nichts bis wenig sagenden Überschriften sein.

  2. 2 Chris Juni 21, 2009 um 19:15

    Wieso hängen sich alle an dem Begriff »Pirat« auf?
    Die Grünen kommen auch nicht vom Mars …

  3. 3 drikkes Juni 22, 2009 um 12:18

    Das erste, was einem in unseren Zeiten dazu einfällt, ist eben „Fluch der Karibik“ sowie der deutsche Bundeswehreinsatz am Horn von Afrika. Davon abgesehen mal einen Blick auf die Begriffe ‚Land/Partisan‘ und ‚Meer/Pirat‘ bei Carl Schmitt werfen.


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